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Gender Mainstream “Sport und Fitnesstraining”

Es ist ein gängiges Bild, welches uns im Fernsehen, auf dem Sportplatz oder im Fitnesscenter immer wieder begegnet: Männer duellieren sich auf dem Spielfeld, schwitzen wie verrückt und werden von den Zuschauern an der Seite lauthals angefeuert. Währenddessen tanzen die Frauen mit ihren besten Freundinnen zu leiser Musik, spielen Tennis oder feilen an akrobatischen Turnübungen. Es gibt noch immer kleine aber feine Unterschiede zwischen Männern und Frauen, nicht nur im Beruf oder Alltag, sondern auch im Bereich “Sport und Fitness”. Dabei werden sowohl Frauen als auch Männer in ein typisches Rollenbild gedrängt und müssen bestimmten Erwartungen von außen unbewusst standhalten. Hier kommt der Begriff “Gender Mainstreaming” zutage, der für die Verwirklichung der Gleichstellung beider Geschlechter in allen Lebenslagen steht. Schluss mit typischen Männer- und Frauensportarten, willkommen Gleichstellung – so lautet die Devise seit Ende der 90er Jahre.

Erstmals wurde der Begriff im Jahre 1985 erwähnt, bereits vier Jahre später propagiert. Seit 1997 wird hartnäckig versucht, die Gleichsetzung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen. Es beginnt im Beruf, in denen Männer noch immer eine Vormachtstellung in höheren Positionen haben, Frauen hingegen nach wie vor in die Rolle der guten Hausfrau und fürsorglichen Mutter gepresst werden. Oftmals wird dies als sehr diskriminierend empfunden und die Lebensqualität nimmt deutlich ab.  Doch nicht nur im Beruf haben Frauen und auch Männer mit Diskriminierung und unerfüllten Lebensbedürfnissen zu kämpfen, sondern auch im Sport- und Fitnessbereich, wie sich immer wieder deutlich herausstellt.

Die meisten Frauen üben hauptsächlich Freizeitsportarten, wie Reiten, Turnen oder Tanzen aus. Männer hingegen bevorzugen Wettkampfssportarten in einer Mannschaft, in denen sie ihre Kraft und Überlegenheit zum Ausdruck bringen können. Dementsprechend sind die Trainingsanforderungen hoch und voll auf das männliche Geschlecht zugeschnitten. Sportlich motivierte Frauen hätten hier nur wenig zu melden und würden mitunter sogar belächelt und als unweiblich abgestempelt, wenn sie plötzlich auf dem Fußballfeld oder im Boxring stehen. Andersherum werden viele Männer, die zum Beispiel rhythmische Sportgymnastik betreiben, noch immer als Außenseiter angesehen.

Gender Mainstreaming zielt nicht darauf ab, die Position der Frauen ins bessere Licht zu rücken und ihre Stellung und Akzeptanz in der Gesellschaft zu verbessern, sondern beiden Geschlechtern eine möglichst gleichgestellte Teilhabe auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu ermöglichen, dazu zählt natürlich auch der Sport- und Fitnessbereich.

Warum sind gerade Frauen im Sport- und Fitnessbereich so unterrepräsentiert und stehen den Männern immer nach? Diese Frage stellen sich viele, aber eine Antwort gibt es bis heute nicht. Die deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen ist unheimlich erfolgreich, wird finanziell jedoch nicht so intensiv gefördert, wie die der Männer. In sportlichen Entscheidungsgremien sitzen über 80 Prozent Männer. Viele Trainingsmethoden einiger beliebter Sportarten sind sehr unadäquat, so dass beide Geschlechter nicht auf gleichem Niveau trainieren können. In den Medien werden Sportveranstaltungen, die irgendwie nicht ins Rollenbild passen, nicht ausgestrahlt. All dies sind Tatsachen, gegen die seit Jahren angekämpft wird. So langsam können jedoch bereits erste Erfolge verbucht werden und Ziele des Gender Mainstreaming umgesetzt.

Auch in Sachen Sportbekleidung zeichnete sich lange Zeit eine Dominanz auf Seiten der Herren ab. Suchte man als Mann einen günstigen Trainingsanzug, so wurde man sehr schnell fündig, während die Frauen nur eine begrenzte Auswahl hatten. Das hat sich heute glücklicherweise geändert und das Angebot an günstigen Trainingsanzügen für verschiedene Sportarten ist sowohl für Mann als auch für die Frau enorm. Unzählig viele Sportfirmen haben sich mittlerweile auf dem Markt etabliert, weisen charakteristische Merkmale auf, die in bestimmten Sportarten sehr angesagt sind.

Ein Trainingsanzug wird eigentlich immer benötigt, ganz egal, welche Sportart Mann oder Frau betreibt. Er wirkt besonders sportlich, ist funktionell und bequem. Viele Mitglieder von Sportvereinen lassen heute ihren Trainingsanzug günstig designen, sodass sie sich noch besser mit ihrem Sport und Verein identifizieren können. Dabei ist die Auswahl an verschiedenen Designs, Farben und Eigenschaften riesengroß, so dass beide Geschlechter meist immer passende Modelle finden können.